Ausbildung in Mediation


Veranstaltungsnummer: V077200
Status: beendet
Bitte Kursinfo beachten

Mediation - was ist das?
Mediation ist ein Verfahren zur freiwilligen, konstruktiven Beilegung von Konflikten. Es ist in Deutschland seit Juli 2012 als Option zur außergerichtlichen Konfliktbeilegung gesetzlich geregelt. Seither wird die Mediation in betrieblichen und auch privaten Streitfällen immer häufiger angewendet. Das entlastet nicht nur die Justiz, sondern hilft auch den streitenden Parteien.
Mediatoren sind nicht unbedingt "Anwalts Liebling". Denn mit ihrer Hilfe lassen sich viele Konflikte schneller, einvernehmlicher und günstiger lösen als vor Gericht. Das hat insbesondere damit zu tun, dass Mediatoren nicht über Recht und Unrecht entscheiden. Sie bieten nicht einmal Lösungen oder Kompromisse an. Vielmehr sind sie darauf spezialisiert, die Konfliktparteien wieder konstruktiv miteinander ins Gespräch zu bringen. Und am Ende finden diese selbst eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung.

Ausbildung in Mediation
Die Bundesregierung setzte im August 2016 die "Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren" (ZMediaAusbV) in Kraft. Sie konkretisiert die Bestimmungen des Mediationsgesetzes und definiert, welche inhaltlichen und qualitativen Kriterien eine Mediationsausbildung erfüllen muss, damit deren Absolventen sich "Zertifizierte/-r Mediator/-in" nennen dürfen. Die Volkshochschule Düsseldorf bietet ab Juni 2018 eine 218 Stunden umfassende Ausbildung zum/zur zertifizierten Mediator/-in an. Sie ist abgestimmt auf die Anforderungen des Mediationsgesetzes sowie der genannten Verordnung.
Die Ausbildung wendet sich grundsätzlich an alle, die ihre Konfliktkompetenz verbessern und diese privat oder beruflich nutzen wollen. Vermittelt werden theoretische und praktische Grundlagen der Mediation, Interventionsmethoden aus den Bereichen Kommunikation und Psychologie sowie Gruppendynamik und Organisationsentwicklung.

Zielgruppe und Nutzen
Der Lehrgang richtet sich an Personen, die ihre Konflikt-und Sozialkompetenz verbessern wollen. Sie erlernen Alternativen zu ihrem bisherigen Konfliktverhalten. Sie erwerben die Fähigkeit, in der Familie, zwischen Freunden und Kollegen oder mit Kunden und Vorgesetzten konstruktiv und friedensstiftend
zu agieren. Konkret bedeutet das:
• Sie erkennen „hinter einem Angriff“ das unbefriedigte
Bedürfnis und die nicht erfüllte Erwartungserhaltung.
• Sie lernen, auf einen Angriff anders zu reagieren, ihn
nicht eskalieren zu lassen, gewaltfrei zu kommunizieren
und zu einem konstruktiven Lösungsvorschlag zu kommen.
• Sie erlangen ein tiefergehendes Verständnis für die Gleichberechtigung
und Gleichwertigkeit konträrer Ansichten.
• Sie steigern Ihre Empathiefähigkeit. Dadurch können Sie
eigene und fremde Bedürfnisse klarer erkennen und benennen.

Konzept des Lehrgangs
Die Ausbildung berücksichtigt die Anforderungen des „Mediationsgesetzes“ (MediationsG, 2012) sowie der „Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren“ (ZMediaAusbV, 2016). Letztere definiert einen Lernzielkatalog, ein Unterrichtsvolumen von mindestens 120 Präsenzzeitstunden sowie einige weitere Kriterien.
Das methodisch-didaktische Konzept unserer Ausbildung legt großen Wert darauf, dass die Teilnehmenden die notwendigen theoretischen Kenntnisse erwerben, Einblicke in alle typischen Anwendungsbereiche der Mediation erhalten und die für eine erfolgreiche Tätigkeit benötigten Sozialkompetenzen kennenlernen, erproben, intensiv einüben und reflektieren.
Die Absolventen sollen nicht nur Wissen haben, sondern den kommunikativen und psychosozialen Herausforderungen der Mediationsrealität gewachsen sein.
Daher werden die in der Verordnung genannten Inhaltsbereiche teils deutlich umfänglicher behandelt als gefordert (plus 58 Stunden). Darüber hinaus wirken die Teilnehmenden in lehrgangsbegleitenden Intervisionsgruppen mit (plus 20 Stunden) und haben die Option, einen Mediationsfall durchzuführen und zu dokumentieren (plus 20 Stunden).
Als Konsequenz dieses verstärkt praxisorientierten Ansatzes überschreitet die Ausbildung der Volkshochschule mit insgesamt 218 Zeitsunden den in der Verordnung definierten Mindestumfang von 120 Zeitstunden erheblich.

Externe Einzelsupervision
Nicht alle Teilnehmenden unserer Ausbildung wollen später haupt- oder nebenberuflich als Mediator/-in tätig werden. Die meisten nutzen die neu erworbenen Kompetenzen eher informell im privaten oder beruflichen Kontext.
Wer sich jedoch nach unserem Lehrgang „Zertifizierte/-r
Mediator/-in“ nennen möchte, muss den im Rahmen der
Ausbildung durchgeführten und dokumentierten Mediationsfall
zusätzlich in einer Einzelsupervision evaluieren.
Diese Supervision ist nicht Bestandteil der Ausbildung. Wir benennen interessierten Personen auf Wunsch jedoch gern geeignete Supervisor/-innen mit Erfahrung in Mediation.

Anwendungsbeispiele
• Ehe und Familie
• Wirtschaft
• Mietkonflikte
• Nachbarschafts-/Stadtteilstreitigkeiten
• Schule/Universität
• Kommunalpolitik
• Verkehrspolitik
• Rassisch-Ethnische Konflikte
• Umweltschutz
• Justiz/Kriminalität

Mediation = Vermittlung
• Mediation ist ein strukturiertes Verfahren.
• Mediation dient der Beilegung eines Konflikts.
• Die Konfliktparteien nehmen freiwillig die Unterstützung einer „allparteilichen“ Person in Anspruch.
• Die Konfliktparteien wollen zu einer gemeinsamen
Vereinbarung gelangen.
• Die Konfliktparteien vertreten sich selbst eigenverantwortlich und konsensorientiert.
• Die außergerichtliche Vereinbarung soll den Bedürfnissen und Interessen beider Parteien entsprechen.
• Der Mediator trifft keine Entscheidungen zum Konflikt.
• Der Mediator ist nur für das Verfahren verantwortlich.
• Alle verpflichten sich zu Vertraulichkeit und Gewaltfreiheit.

Unser VHS-Verbund – Ihr Vorteil
Der Lehrgang wird konzeptionell identisch, jedoch zeitversetzt in den Volkshochschulen Essen, Mülheim, Oberhausen, Duisburg und Düsseldorf angeboten. – Falls Sie einmal in Ihrer Kursgruppe ein Modul versäumen, können Sie es ohne
Zusatzkosten in einer der mitwirkenden Volkshochschulen nachholen: flexibel und kundenfreundlich.


Legende:    freie Plätze frei    fast belegt fast belegt    voll belegt voll / Warteliste   beendet beendet   

Organisatorische Angaben

Beginn 11.09.2020 - 15:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Dauer 28 Termine, Beginn: Freitag
Alle einzelnen Termine
Leitung Sabine Sauerborn
Monique Ridder
Ort VHS, Eckenerstraße 1, Raum 1
Gruppengröße mindestens 8 Teilnehmende
Veranstaltungsart Seminar
Entgelt
EUR 2100,00
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Terminübersicht (28 Termine)

Datum Beginn Ende Ort
Fr. 11.09.2020 15:30 21:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Sa. 12.09.2020 09:30 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
So. 13.09.2020 09:30 16:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Fr. 09.10.2020 15:30 21:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Sa. 10.10.2020 09:30 18:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
So. 11.10.2020 09:30 16:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Fr. 30.10.2020 15:30 21:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Sa. 31.10.2020 09:30 18:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
So. 01.11.2020 09:30 16:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Mo. 23.11.2020 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Di. 24.11.2020 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Mi. 25.11.2020 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Do. 26.11.2020 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Fr. 27.11.2020 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Fr. 08.01.2021 15:30 21:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Sa. 09.01.2021 09:30 18:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
So. 10.01.2021 09:30 16:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Fr. 05.02.2021 15:30 21:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Sa. 06.02.2021 09:30 18:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
So. 07.02.2021 09:30 16:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Mo. 15.02.2021 09:00 18:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Di. 16.02.2021 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Mi. 17.02.2021 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Do. 18.02.2021 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Fr. 19.02.2021 09:00 18:00 Bertha-von-Suttner-Platz 1, Raum 2.22, VHS am Hauptbahnhof
Fr. 14.05.2021 15:30 21:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
Sa. 15.05.2021 09:30 18:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
So. 16.05.2021 09:30 16:00 Eckenerstr. 1, Raum 1, UNTERRATH, VHS
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    Monika Straßer

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